KAVALLERIESCHULE   - KRAMPNITZ

Krampnitz - Samstag, den 1. Oktober 2011

Die Kaserne Krampnitz wurde von dem Architekten Robert Kisch von 1937 bis 1939 als Kaserne der Heeres-, Reit- und Fahrschule erbaut. Die Anlage grenzt an den Truppenübungsplatz Döberitzer Heide zwischen Potsdam und dem Elstal, wo sich weitere militärische Anlagen, die Adler-Löwen Kaserne und das Olympische Dorf befinden. Ein 48 Meter hoher Eingangsturm an der Nordseite ist das Wahrzeichen der Kaserne und von weitem sichtbar.


Hinter dem Turm, auf dem Kellerberg, befindet sich das Offizierkasino. Es gibt ein Stabsgebäude mit angeschlossenem Offizierwohnheim und ein Fähnrichheim. Neben den Mannschaftsunterkünften befinden sich auf dem Areal auch Stallungen für die Pferde, Garagen und zahlreiche technische Einrichtungen sowie ein eigenes Kraftwerk. Eine kleine Offizier-Wohnsiedlung mit Doppelhäusern für Verheiratete schließt sich südlich an die Kaserne an und sorgt für ein dörfliches Erscheinungsbild.

 

Die Kavallerieschule der Deutschen Wehrmacht war bis 1937 in Hannover beheimatet und wurde dann aus Kapazitätsgründen nach Krampnitz verlegt.
Nach Fertigstellung 1939 diente sie noch der Ausbildung der berittenen und motorisierten Truppen, später der Panzertruppen. 1941 erfolgte die Umbenennung in "Schule für schnelle Truppen", 1943 gab es eine zweite Umbenennung in "Panzertruppenschule II Krampnitz".
In den letzten Monaten des Krieges diente die Panzertruppenschule zur Aufstellung von motorisierten Einheiten für die Kampfeinsätze um Berlin. Die Kaserne war am 26. April 1945 restlos von Soldaten geräumt. Am 27. April wurde Krampnitz durch die Rote Armee besetzt. Von 1945 bis 1994 nutzte die Sowjetarmee die Kaserne, die sie auch um Blocks in Plattenbauweise ergänzen ließ.

 

Der düstere Gebäudekomplex

 

Werdegang der Anlage

 

VON DER AUSBILDUNGSSTÄTTE ZUR KASERNE

Die Kavallerieschule der Deutschen Wehrmacht war bis 1937 in Hannover beheimatet und wurde dann aus Kapazitätsgründen nach Krampnitz verlegt.

 

Nach Fertigstellung 1939 diente sie noch der Ausbildung der berittenen und motorisierten Truppen, später der Panzertruppen. 1941 erfolgte die Umbenennung in "Schule für schnelle Truppen", 1943 gab es eine zweite Umbenennung in "Panzertruppenschule II Krampnitz".


In den letzten Monaten des Krieges diente die Panzertruppenschule zur Aufstellung von motorisierten Einheiten für die Kampfeinsätze um Berlin. Die Kaserne war am 26. April 1945 restlos von Soldaten geräumt. Am 27. April wurde Krampnitz durch die Rote Armee besetzt. Von 1945 bis 1994 nutzte die Sowjetarmee die Kaserne, die sie auch um Blocks in Plattenbauweise ergänzen ließ.

 

Das Offizier-Kasino

 

Das Heizkraftwerk

FILMPRODUKTIONEN

 

Seit dem Abzug der ehemaligen Sowjetarmee im Jahr 1992 stehen die Gebäude leer. Einzelne Teile wurden für Dreharbeiten von Kino- und Fernsehproduktionen genutzt.

 

So entstand hier im Jahr 2000 der Film „Duell – Enemy at the Gates“, für den auf dem Gelände der Rote Platz in Moskau aus Pappmaschee nachgebaut wurde. Für 180 Millionen Mark drehte Paramount Pictures den teuersten Film, der je in Europa produziert wurde.

Im Jahr 2006 diente die Kaserne als Kulisse für den Film „Mein Führer“ mit Helge Schneider in der Titelrolle. Es wurden hier Szenen gedreht, die in der von Albert Speer gebauten Neuen Reichskanzlei in Berlin spielten.

Im Jahr 2006 hatte die Stadt Potsdam einen Bebauungsplan in Auftrag gegeben. Demnach war vorgesehen, einen Fußball-Erlebnispark zu errichten. Bis heute hat sich leider nichts getan...

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