GEFAHRENQUELLEN

In diesem Abschnitt werden die Gefahren, welche beim Klettersport und besonders beim Treeklimbing allgegenwertig sind, deutlich gemacht.

 

In erster Linie geht es darum sich bewusst zu machen, in welchen Situationen ich mich Gefahren aussetze und wie ich diese schon frühzeitig erkennen und somit vermeiden kann. Gefahren können einerseits durch die örtlichen Gegebenheiten, der eigenen Unachtsamkeit und  Unkenntnis entstehen, sowie durch Fehlerhafte Ausrüstung und Klettermethoden hervorgerufen werden. Daher sollte besonders auf die Themen; Gefahren beim Seileinbau, Fehler bei der Klettertechnik und der Ausrüstung eigegangen werden.

 

GEFAHREN BEIM SEILEINBAU

 

Die gewissenhafte Vorbrbereitung und der korrekte Seileinbau ist das wichtigste was ein Baumkletterer beherrschen sollte. Denn davon hängt maßgeblich die Sicherheit beim gesamten Klettervorgang ab.

 

So sind vorab folgende Dinge zu klären:

  • Wo soll das Seil befestigt werden?
  • Komme ich bei diesem gewählten Anschlagpunkt sicher aufsteigen und mich wieder abseilen?
  • Gefährde ich andere dabei?
  • Reicht die Länge meines Seils aus?

 

Weitere Fragen,... Wie hole ich im Notfall Hilfe?, Beherrsche ich die Klettertechnik und die Knoten?, Kann ich mich auch ohne Abseilgerät abseilen?...sollte man sich ebenfalls stellen!

 

 

DER RICHTIGE ANKERPUNKT

 

Zu allererst sollte man sich der Gesundheit und somit seiner Standsicherheitdes Baumes vergewissern. Anzeichen für Erkrankungen sind beispielsweise Pilze am Stamm oder auch abgestorbene Äste. Diese sind unbewachsen und so besonders schwer in den Wintermonaten zu beurteilen. Besonders sollte auf Risse an der Verzweigung des Stammes geachtet werden. Löcher und Schädigung der Rinde durch Tiere sind ebenfalls Anzeichen von faulen Stellen im Stamm. Zudem sollte der Baum im Wurzelbereich einen festen Stand besitzen und nicht freigelegt sein oder an steilen Hängen stehen.

 

Nachdem man diese Dinge geprüft hat sollte man sich für den Ankerpunkt einen mindestens 20 cm dicken Ast auswählen. (Quelle: Seilklettertechnik, Thomas Sadewasser) Vor allem ist es wichtig das Seil Stammnah einzubauen. Durch die Hebelwirkung können weiter außen angebrachte Seile die Belastung auf den Ast stark vervielfachen. Ebenfalls ist die Verwendung eines Kambiumschoners sehr zu empfehlen. Denn dadurch schont man den Baum und auch seine eigene Ausrüstung. Was besonders bei stark harzhaltigen Bäumen, wie die Kiefern, das Seil vor Verklebungen schützt. Der korrekte Einbau des Kambiumschoners ist auf der Seite Klettertechniken zu finden. (Bild 1)

 

VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

 

Für die Vermeidung von Unfällen ist es nötg eventuelle Fehlerquellen zu kennen und diese durch ständige Kontrolle bestmöglich auszuschließen. Diese Fehler können einerseits durch die Benutzung der Ausrüstung und bei der Anwendung der jeweilige Klettermethode eintreten.

 

Unfallververmeidung durch:

  • Vorabkontrolle der Ausrüstung
  • Überprüfen der Seilbefestigung am Anschlagpunkt
  • Klettern nur mit Helm!
  • Funtionskontrolle der Karabiner (während des Einsatzes)
  • Ständige Sicherung (bestmöglich Zweitsicherung)
  • Fehlbelastungen der Ausrüstungsgegenstände ausschließen
  • Objektive Selbsteinschätzung (kein Risiko eingehen!)

 

Natürlich könnte man diese Liste mit vielen wichtigen Dingen noch viel weiterführen. Doch sollten diese Punkte aufzeigen, auf welche Bereiche besonders Wert gelegt werden muss, um sicher zu klettern.

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