BURG  LOKET

Die Burg Loket ist eine geschichtsträchtige Burg vor den Toren des tschechischen Königreiches. Den Namen Loket erhielt das Städtchen durch den markannten Verlauf des Flusses Eger der sie umgibt. "Loket" heißt Elbogen und bildete die Grenze zum damaligen Königreich Böhmen und sollte einst deutsche Ministerialbeamte des Kaisers Friedrich I. Barbarossa Schutz gewähren.

 

Die ältesten Teile der Burg stammen aus dem 13. Jh., doch archäologischen Funde lassen sogar auf frühere Zeiten schließen. Mit der Erweiterung einer Unterburg im 14. Jh. und der stätigen Umbau der Anlage bis ins 16. Jh. sind Stile der Romantik und Gotik zu erkennen. In diesem Zeitraum entstanden auch Wohngebäude und das berühmte Markgrafenhaus.

Seit dem beherbergte die Burg unterschiedlichste Personen und hatte verschiedenste Funktionen und musste mehrer Eroberungen über sich ergehen lassen. Nach nun mehr zwei großen Pestwellen verlor sie seit dem 17. Jh stark an politischer Bedeutung und wurde vorübergehend als Lagerhaus und nach 1822 sogar als Staatsgefängnis genutzt.

 

Altstadt und Stadtmauer von Loket:

 

Das Schloss im Detail:

Quelle: https://www.hradloket.cz/de/burg-loket/  (geändert)
Quelle: https://www.hradloket.cz/de/burg-loket/ (geändert)

Schon beim Betreten der Halbinsel ragt die imposante Burg empor. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Altstadt erreicht man das Eingangstor der Burg. Gleich auf der linken Seite steht das Markgrafenhaus (1) , welchs 1725 fast bis auf die Gurundmauern abgebrannt ist und erst am Anfang des 20. Jh. neu aufgebaut wurde. Im Innern befinden sich die Teile der alten "Loketer Sammlung" und einer der ältesten Meteoritensteine mit einem Gewicht von damals 107 kg. Leider halbierte man diesen und brachte einen großen Teil (80 kg) nach Wien und 22kg nach Sokolov. Im Museum liegt daher nur noch eine Nachbildung.

"Einer Sage nach soll auf der Burg einst ein böser Markgraf Puta von Illburk gelebt haben der wegen seiner Verbrechen verflucht und in einen Stein verwandelt wurde."

 

Quelle: http://www.planet-franken-online.de/loket/loket.html

Vorbei am 26 Meter hohen Turm (2) und einer schmalen Gasse betritt man den Innenhof damals gut gesicherten Burg. Der Turm bildet dabei das wichtigste Objekt der Burg Loket. Er bietet wundervolle Ausblick in in die dicht bewaldete Umgebung. Auch heute ist der Turm begehbar und beinhaltet Reste von Wohnungsräumen mit einem Kamin und Aborterker. Diese Art Erker diente zur Zeit des mittelalters als Toilette.

Beinahe Unverändert ist der Gefängnistrakt (3) am nördlichen Teil der Burg. Nach den Plänen von 1788 wurde dieser Bereich zum Stadtgefängnis umgebaut und ist seit der Fertigstellung im Jahre 1822 und seiner Nutzung bis 1948 unverändert. Heute sind dort diverse Folterinstrumente mit lebensgroßen Figuren nachgestellt. Nichts für schwache Nerven!

Die Burgrotunde (4) stammt vom Ende des 12. Jh und wurde erst 1966 wiederentdeckt. Mit ihrem Innendurchschnitt nur 3,6 Meter handelt es sich um die kleinste Rotunde in der Welt.

Im Ostflügel (5) befindet sich der Festsaal. Dieser wurde früher wie auch heute für Theatervorstellungen oder für Hochzeit- und auch mittelalterliche Mahle benutzt. Über eine kleine Treppe gelangt man in den Zeremoniensaal. Die dort angebrachtes Wandgemälde zeigen unter anderem Porträts von historischen Persönlichkeiten.

Im Hauptmannshaus (6) findet man freigelegte Wandmalereien vom Anfang des 15. Jahrhunderts, die einen Blick über die Befestigung in Gärten mit Obstbäumen, Blumen und Vögeln darstellen. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich die Porzellanausstellung aus Porzellanfabriken der Umgebung.

Der Turmflügel (7) sind derzeit historische Waffen, wie Säbel oder Feuerwaffen, sowie eine kleine Sammlung von Rüstung zu finden, welche durch Helmen oder kunstbemalten Schießscheiben ergänzt werden.

Quelle: https://www.hradloket.cz/de/burg-loket/

Dem Gott des Felsens und der Unterwelt gewidmet, ist der Kobolt mit dem Langen Bart im Innenhof der Anlage;

 

"Wer Gottstein's Bart mit dem Finger berührt und eine Münze hinterlässt, darf sich etwas wünschen und sein Wunsch wird erfüllt. Aber wehe, einer berührt seine Keule oder hat schlechte Gedanken, den wird Gottstein's Zorn noch in diesem Jahr treffen!"

Weitere Bilder unter: http://www.planet-franken-online.de/loket/loket.html

Dieses und viele weiteren Videos findet ihr bei Youtube:

FILM: Im James Bond-Film "Casino Royale" (2006) fahren Bond Vesper und den Aston Martin zu einem kleinen Dorf in Montenegro, um sich mit Mathis (Mi6's Kontakt) zu treffen. Diese Szenen wurden tatsächlich im kleinen Dorf Loket gedreht. 

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