Plänterwald - Berlin

Berlin - Samstag, den 16.Juli 2011

Eine Geisterstadt erwacht zum Leben!

Eine Geisterstadt in der Hauptstadt. Ein beschwerlicher weg von der Gründung 1969, über den Dornröschenschlaf Anfang der 90er-Jahre und dem Niedergang 2001/2002.

Fährt man mit der Berliner S-Bahn die Strecke vom Bahnhof "Ostkreuz" zum Bahnhof "Treptower Park" und schaut aus dem Fenster, so sieht man eine kleine Berliner Sehenswürdigkeit. In Fahrtrichtung links kann man über den Baumwipfeln des Plänterwalds ein riesiges, rotes Riesenrad entdecken. Der Berliner weiß es, der Tourist nicht: Es handelt sich hierbei um den ehemaligen "VEB Kulturpark" und späteren "Spreepark".

 

Wildwasserbahn - "Grand Canyon"

 

Nach jahrelanger Bauphase wurde 1995 die neue, Wildwasserbahn "Grand Canyon" des Spreeparks eröffnet.

Auf Grund des fehlenden Erbbaupachtvertrags fehlte das Geld um die Wildwasserbahn wie geplant fertig zu stellen. Auf den künstlichen Berg am großen Abfahrtshügel mussten die Besucher ein Jahr warten. Bis dahin umrakten den 14 Meter hohen Hügel allein die Stahlträger.

Geisterschloß – beim Ghost House

 

Hierbei handelt es sich um die für das Jahr 1997 geplante 10 Millionen DM teure Geisterschloß. Mit dem Aufbau der Schienen wurde 1993 begonnen, danach wurde aus finanziellen Gründen nie mit der Außenfassade begonnen.

Die Bahn ist ein Endlossystem: es hängt eine Gondel neben der anderen, wie bei einem Patanosta. Einige Gondeln wurden von Dieben abgeschnitten, weil das Verbindungsstück zwischen der Gondeln und der Schiene wertvoll ist. Nach der TÜV-Abnahme 1993 wurde die Bahn nie wieder in Betrieb genommen.

Riesentassen Roting-Cup

 

1992 wurde am Eingang zum Freizeitpark das Karusell "Roting Cup", unter der Kuppel eines Pavillons errichtet. Es ist bis zur Schließung des Spreeparks in Betrieb und ein wahrer Besucher-Magnet. Wie viele andere Fahrgeschäfte auch wurden die Riesentassen "Roting Cup" Anfang der 90er-Jahre aus dem in Konkurs gegangenen französischen Freizeitpark "Mirapolis" gekauft.

 

Riesenrad

 

Schon zu DDR-Zeiten ist das 40 Meter hohe Riesenrad die Hauptattraktion im Plänterwald. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Riesenrad 36 Gondeln, in denen insgesamt 216 Personen den Ausblick über Berlin genießen konnten. Das 1989 zum 40-jährigen Jubiläum der DDR neu errichtete 45 Meter hohe Riesenrad ist bis heute im Spreepark zu sehen.

 

Fakten zum Riesenrad:

 

 

Baujahr: 1989
Hersteller: Vekoma
Höhe: 45 m
Raddurchmesser: 42,4 m
Anzahl der Speichen: 40
Anzahl der Gondeln: 40
Max. Belastung: 240 Personen
Anzahl der Antriebsmotoren: 8
Geschwindigkeit: ca. 3,5 m/s
Höhe der Hauptachse: 23,8 m
Gewicht: 220 t

 

LAGEPLAN     -    N 52° 29.148 E 13° 29.337

 

Zum Eierhäuschen

 

Das Eierhäuschen war ein beliebtes Berliner Ausflugslokal gegen Ende des 19. Jahrhunderts und ist der Schauplatz eines Kapitels des Romans „Der Stechlin“ von Theodor Fontane. Es befindet sich am Rande des Plänterwalds direkt am Ufer der Spree.

Überreste einer slawischen Siedlung in unmittelbarer Nähe des Eierhäuschens belegen, dass diese Region an der Spree schon früh besiedelt war, doch die Geschichte des eigentlichen Ausflugslokals beginnt mit der Errichtung einer Ablage um 1820, zu der sich 1837 eine Schifferkneipe gesellte. Über die Entstehung des Namens des Lokals gibt es zwei Theorien: Entweder weil der Wächter der Ablage nebenbei Eier an die Spreeschiffer verkaufte, oder weil der Preis bei einem örtlichen Ruderwettbewerb aus einem Schock Eier bestand, wurde die Spreeschönheit so sonderbar benannt, wie es bei Fontane heißt.

Umgebung - Insel Berlin

 

Die Insel Berlin Treptow ist eine Insel in der Berliner Spree im Bezirk Treptow Köpenick und gehört zum Ortsteil Alt-Treptow.

 

Sie liegt zwischen Treptower Park und dem Forst Plänterwald gegenüber der Halbinsel Stralau. Die Insel erreicht man über die Abteibrücke, einer 1915-1916 erbauten Fußgängerbrücke, der ersten Stahlverbundbrücke Deutschlands.

Park und Insel wurden in Vorbereitung der Berliner Gewerbeausstellung 1896 ausgebaut bzw. aufgeschüttet. Die anfangs „Treptower Bruch“ genannte Insel bekam nach Eröffnung einer als schottische Klosterruine (Abtei) gestalteten Ausflugsaststätte den Name Abteiinsel.

 

In den 1970er Jahren lag am rechten Ufer der Insel ein umgebauter Schleppkahn, auf dem regelmäßig Tanzveranstaltungen stattfanden. Auf der Insel selbst fanden im Sommer immer Konzerte statt, die man dort live erleben konnte, oft ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Seit 1984 hat der Jugendclub INSEL hier sein Domizil. Kulturelle Angebote wir ein Freiluft-Kino und ein Cafésind ebenfalls zu finden.

Ein passendes Video von YouTube... (keine Eigenkreation)

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